15. Januar 2018

Samstag, 13.01. bis Montag, 15.01.2018

Viel los gewesen.
Besuche.
Mit Z. gelernt.
Kabarett: Well Brüder aus dem Biermoos. Es fehlt die Schärfe von Hans Well.
59 kg Fleisch und Wurst vertilgen die Deutschen pro Kopf und Nase. Ganz schön viel. Und der B.U.N.D. verlagert das Erreichen der Klimaziele wieder in die Familien hinein: Weniger Fleisch essen. Dann gibt es vielleicht einen Anstieg der Temperatur um 1/10 ° geringer.
So wie die Mülltrennung in Papier, Plastik, Glas und Blech uns auferlegt wurde.
Und dann hört und liest man/frau, dass China den Plastikmüll aus Deutschland nicht mehr aufnehmen wird. Was dort wohl damit gemacht wurde bisher?
Heute Abend Bulgur mit Gemüse.

13. Januar 2018

Freitag, 12.01.2018

Hauptschulblues empfiehlt dieses Buch:


Es ist zu bestellen beim Autor: p.klimesch@gmx.de
Viele alte und neue Bilder sind enthalten.
---
Endlich wieder mal ein paar Stunden im Garten und das Laub, das die Winterstürme aus den vorgelagerten Gärten um das Haus angehäuft haben, zusammengerecht.
Der Kater findet das toll - er begleitet auf Schritt und Tritt oder beobachtet genau aus der Ferne.
Die Katzen in Hauptschulblues Kindheit und Jugend auf dem Bauernhof waren im übrigen auch wie Hunde - immer dabei.
Abends beim Freund wie angekündigt: Bruschette, Orangensalat, Wiener Backhendl, Käse, Kaffee und Buttermilchmousse. Und viel viel reden und lachen.
Sehr sehr, viel zu spät ins Bett.

12. Januar 2018

Donnerstag, 11.01.2018 - Abschied

Gleich am Morgen Blümchen gekauft, für den seit Grundschulzeiten seienden Freund und Hauptschulblues, um sie I. auf den Sarg legen zu können.
Mittags Fahrt nach S. Da viel Zeit übrig war - die Beerdigung war  für 14.30 Uhr angesetzt - schnell nach Braunau ins Café Graf auf einen Verlängerten und einen Topfenstrudel (das Café ist so gut wie die Homepage schlecht ist).

Die S.er Kirche liegt am höchsten Punkt des Dorfes, daneben die zweiklassige Volksschule, mit Blick weit nach Österreich hinein. Innviertel eben.
Fast alle Trauergäste waren schon da. Hauptschulbluesens Bruder erklärte, wer wer war, und langsam lösten sich die Gesichter auf und Konturen vor beinahe 50 Jahren kamen hervor. Es war eine Zeitreise im Kopf.
Die Blasmusik aus Mining am Inn, österreichisches Innviertel, spielte. Das zeigt nochmal die alte Verbundenheit von "ent und herent" (= hüben und drüben). Glocken läuteten. H. erinnerte sich daran, wie er aus der Klasse zum Zwölfuhrläuten geschickt wurde. Dickes Seil, dranhängen, zum Auf- und Abschwingen bringen.
Ein sehr junger Pfarrer mit Konturenhaarschnitt zelebrierte den Gottesdienst, der begleitet war von sensibel geführtem Chorgesang und einer äußerst zurückhaltenden Orgel, meist nur auf ein oder zwei Pfeifen spielend. Räuchern. Alles wurde beräuchert, auch später draußen auf dem Friedhof. Hauptschulblues gefiel das. Er räuchert seit seiner Kindheit. Rituale, Predigt über die Verwandlung von Wein in Wasser (nicht Bier), die Symbolik der Taufe (Untergehen und Wiederauftauchen).
Von den Angehörigen wurden H., der Bruder und der Freund zum anschließenden Gang ins Gasthaus gebeten. Dort viele Gespräche. Einen alten Klassenkameraden getroffen, der H. vor 50 Jahren in einer Schlägerei beisprang. H. war in der absoluten Unterzahl. Heute nochmal bedankt, Antwort: "Gern geschehn."
Morgen Abendessen beim Freund. Dann wird der Tag nochmal Thema sein.

11. Januar 2018

Mittwoch, 10.01.2018 - Trauer um I.

Der Bäcker hat wegen Reichtums auch diese Woche noch Betriebsferien. Aber es sei ihm vergönnt, ständig dieses frühe Aufstehen. Und H. als Kunde kommt dann gegen neun Uhr verschlafen an um Croissants und Brezen. Wer hat schon so einen Bäcker? 200 Meter über drei Ecken.
Den Hund wieder in den Garten geholt, während H. Laub zusammenrechte. Langweilig, da er doch ziemlich dumm ist (auch ängstlich) und nur am Futter interessiert ist. Alle Kunststücke vom Herbst hat er wieder vergessen.
Dann wieder in die mäuseverseuchte Garage und ein Stückchen Garage weiter gesäubert und - was genauso wichtig ist - geordnet. Garagen sind ja mittlerweile ein zusätzlicher Abstellraum geworden. Zum einen, weil die Autos zu groß für sie sind, zum anderen, weil die Menschen so viel anhäufen, dass es in der Wohnung/im Haus nicht mehr Platz hat. Das Auto von Hauptschulbluesens steht aber trotzdem nicht auf der Straße.
Abschied.
I. gestorben. Der Bruder rief an. I. war Frau I. R. aus der Weißmühle, Gemeinde S., Gastwirtin. Bevor sie Gastwirtin war - ihre Eltern lebten noch - molk sie jeden Abend die Kühe des Anwesens, mistete aus, fütterte. (Zur Weißmühle ein Extrabeitrag bei Gelegenheit.)
H. besuchte sie zuletzt mit seiner Mutter (selber Jahrgang), als diese leider schon dement war. Beide Damen mochten sich über Jahrzehnte gut leiden. Irma hatte sich sehr über die drei Besucher (Frau H. war dabei) gefreut, genauso wie damals in den 80er Jahren, als Herr und Frau H. mit den englischen Freunden und Kindern zu ihr gewandert kamen.
Den Freund angerufen, ob er auch zur Beerdigung kommen will. Er war Nachbar und fährt mit.
Zum Abendessen gab es gebratenes Gemüse mit Fisch und Reis. Ein Glas Wein. Eine Tasse Kaffee.
Trauer um I.

10. Januar 2018

Dienstag, 09.01.2018

Nach dem Frühstück Glas- und Plastik- und Blechabfall weggebracht. Der Gang zur Wertstoffinsel fällt immer schwerer, weil sie von Menschen als Wertstoffhof verwendet wird. Jeglicher Abfall landet da, disgusting. Zweimal hat Hauptschulblues Menschen beim verkehrten Abstellen erwischt und zur Rede gestellt, aber was nützt das?

Dann den Nachbarhund für eine Stunde in den Garten geholt, weil Herrchen in Schweden ist und Frauchen unterwegs war. Er genießt es und sucht nur nach Fressen, er würde auch den Kompost auffressen, ließe man ihn. Der Kater verprügelt ihn ab und an, weil er ihm auf die Nerven geht, jedoch mit eingezogenen Krallen. Der Berner Sennenhund nimmt es jedesmal stoisch hin. Sie kennen sich beide von klein auf.
Im Garten kommen jetzt schon Alpenveilchen. Eigentlich sind die ja im Spätherbst fällig. Was ist denn da los? Daneben die Blätter der Traubenhyazinthen.
Am Nachmittag Kaffee mit einer Nachbarin, anschließend Gartenarbeit und Holzhütte aufräumen.
Am Abend gab es Renfilet, Bratkartoffeln und Salat. Dazu ein Gläschen Bacca Rara von Torrevento aus dem - na ja, Sie wissen schon.


9. Januar 2018

Montag, 08.01.2018

Bis zum Nachmittag gelegen, Magen und Kopf durcheinander.
Dem Kater hat es gefallen, er liegt gerne bei jemandem, d.h. er presst sich an.
Um vier Uhr schnell zur Christbaumsammelstelle gefahren für weitere Abdeckzweige, dabei auch zwei entastete Stämme mitgenommen, zum Verheizen im nächsten Jahr. Die Fichtenscheite prasseln laut im Ofen und riechen gut. Das was normalerweise im Hause Hautschulblues verfeuert wird, riecht übrigens auch gut: Kleine Holzbrikette, die aus abgesaugten Holzspänen gepresst werden, nur abgelagertes, einheimisches Holz. Diese Briketts ("Pupse" sagt Frau H., weil die Maschine, aus der sie kommen, bei jedem Stückchen so etwas wie einen Pups macht) kann er sich bei der befreundeten Schreinerei in der Maxvorstatdt auf Abruf abholen.
Dafür bekommt die Belegschaft ab und an ein Mittagessen gekocht, was bei bis zu 15 SchreinerInnen zur Arbeit auswächst. Unter anderem deswegen hat er auch immer noch ein praktisches Auto, das problemlos 500 Kilo Holzpupse transportieren kann.
Am Abend zum Lieblingsitaliener, Schwager und Schwägerin treffen und gut gegessen: Vorspeisen aus der Vitrine, Strozzapreti mit Steinpilzen und Filetstreifen, ein Bier und einen Schnitt, Panna Cotta und einen doppelten Espresso. Vom Koch auf Trippa nächste Woche vorbereitet.

7. Januar 2018

Sonntag, 07.01.2018

Das gestrige Sudoku doch noch geschafft, nachdem Hauptschulblues sich gestern vergewissert hatte, keinen Fehler gemacht zu haben. Keine Sorgen mehr wegen eventueller Kombinationseinbuße.
"Mit taktischem Geschick den Tigerberg erobert".
Mittags Innviertler Speckknödel auf Vorrat gemacht, zum Einfrieren. Links fünf mit Bratwurstbrät, dann mit ausgelassenem Speck, rechts mit Schinkenwürfeln. Sie können auch mit Brand- oder Kartoffelteig gemacht werden. Diese 20 Knödelchen sind aus 10 Semmeln, eines wiegt 50 Gramm. Bei Rezeptbedarf einfach melden.
Ein düsterer Tag, auch nachdem sich der Nebel verzogen hatte.
Kaffee getrunken und den Rest der Creme von gestern abend geschlabbert. Der Kater war nicht mehr interessiert, er mag sie anscheinend nur frisch.
Dann in den kleinen Obstgarten gefahren. Auch dort treiben schon die Primeln aus. Eine Armee von Kinderwägen samt dazugehöriger Eltern war unterwegs.





Samstag, 06.01.2018

Am Sudoku gescheitert - entnervt gibt es Hauptschulblues in sein Lösungsprogramm ein, um zu sehen, ob er bis dato Fehler gemacht hat: Nein. Ist einfach zu schwierig gewesen.
20 C+M+B 18 an die Haustür geschrieben: Christus Mansionem Benedicat - ob er das beim Atheistenhaushalt auch macht?
Die Nachspeise für den abendlichen Besuch vorbereitet und kalt gestellt.
Im Garten kommen die Schneeglöckchen und Märzenbecher schon. Was machen dann die Wildbienen im März und April?
Mittags mit Frau Hauptschulblues bei Schloss Nymphenburg spazieren gegangen, zeitgleich mit Abertausenden anderen Menschen. Aber es gibt immer noch Wege abseits der Laufrouten. Einen Nachbarn in dieser Masse gefunden, der auch auf schmalen Wegen spazierte, mit seiner Schriftstellerfreundin.

Daheim die Nachspeise aufgedeckt und nachgeschaut, ob sie nicht zu fest und nicht zu weich war. Ehe man sich`s versah, hatte der Kater die Nase in einem Glas und schlabberte. Erkenntnis: Er mag Vanille und Cointreau, Sahne und Ei sowieso.
Dann Kaffee getrunken und langsam das Abendessen vorbereitet: Rote-Bete-Salat mit Ziegenjoghurt, Innviertler Speckknödelchen mit Sauerkraut, später Bayerische Creme (das wünschen sich die Gäste meist), Kaffee. Als Weingang angedacht Pecorino von Colonnara (er muss ja dem Kraut und der Speckfüllung standhalten) aus dem Ruffini.
Ja, dann waren die lieben Gäste da, eine alte Kollegin von Hauptschulblues, G., mit ihrem liebenswerten Mann H..
G. vergißt inzwischen schon sehr viel. Schade.

6. Januar 2018

Freitag, 05.01.2018

Um 7 Uhr aufgestanden und über dem Sudoku wieder eingeschlafen - aber zur Verabredung im Referat für Bildung und Sport um 10 Uhr pünktlich dort gewesen. Viel über den Münchner Schulpreis und das angedachte Netzwerk Münchner Schulen gesprochen.
In der Dienerstraße am Marienplatz bei der Metzgerei Clasen eine Wurstsemmel gekauft - sehr zu empfehlen. Diese Geschäft ist überhaupt einen Besuch wert. Es gibt dort fränkische und westfälische Wurstwaren und Zubehör (z. B. Grünkohl). Eine Augenweide für den, der Würste mag.
Dann weiter, quer durch die Häuserblöcke. So war das im Mittelalter, so ist es noch heute in Venedig. Passati querdurch, nicht außenrum.
In der Sparkassenstraße ist ein Postamt mit einem Sonderschalter für Briefmarken. Dort agiert ein Herr, dem man nur das Motiv der Marke zu nennen braucht, und schon liegt sie vor einem. Und das bei Hunderten von derzeit gültigen Marken. Als er einmal längere Zeit krank war, musste man sich mühsam aus Schaukästen die Nummern der gewünschten Marken heraussuchen. Da Frau und Herr Hauptschulblues viel schreiben, kaufen sie dort oft viele schöne Sondermarken.
Und wie regelmäßige Leser wissen, geht es dann zum Café Frischhut für Schmalzgebackenes. Der Rucksack duftete in der S-Bahn so stark, dass sich manche Fahrgäste umschauten, um die Quelle zu orten.
Zu Hause war schon die Zugehperle zugange; die Arbeit wurde unterbrochen und es gab gleich Kaffee und Striezel und Kiachi, noch warm. Sie meinte, sie fühle sich dadurch in ihre Kindheit zurückversetzt. Ihre Mutter habe auch immer Hefeteig in Butterschmalz gebacken. In Niš.
Zum Abendessen gab es ein fränkisches Würstchen mit Rosenkohl und Couscous-Pflanzerln.
Das Sudoku ist diesmal eine Herausforderung und muss bald gelöst sein.

5. Januar 2018

Donnerstag, 04.01.2018

Nach dem Sudoku wieder hingelegt und vom Telefon geweckt, aber keine Lust verspürt, anzunehmen. Nach dem zweiten Aufstehen gesehen, dass es der Ex-Hausmeister war. Zurückgerufen und dann in die Schule gefahren, um den abgetakelten Christbaum abzuholen: Den Stamm, um ihn nächstes Jahr zu verheizen und die Zweige für Frau Hauptschulblues zum Abdecken von Gartenpflanzen, falls es doch noch mal kalt werden sollte.
Langer, schöner Plausch und Verabredung zu einem Abendessen beim Lieblingsitaliener. It rained cats and dogs, so dass Hauptschulblues seine Briefmarkenalben hervor holte und sie durchsah (ja, er sammelt Briefmarken, alle Neuerscheinungen gestempelt und ungestempelt sowie Sonderausgaben).
Auf dem Sofa ausführlich SZ und taz studiert und zur Meinung gekommen, wohnte er in Berlin, hätte er nur die taz, die hat dort nämlich einen Lokalteil. Dabei kamen wieder Erinnerungen hoch, wie die Berliner Redaktion die Münchner Menschen abgeschmettert hatte, die sich zusammengefunden hatten, um einen Münchner Lokalteil der taz ins Leben zu rufen. Fast zum Nulltarif. Aber das liegt schon zwei Jahrzehnte zurück.
Am Abend gab es Couscous mit Hühnerflügelchen in Ermangelung von Hühnerbeinchen, dazu Salat und rosaroten Cirò.

4. Januar 2018

Mittwoch, 03.01.2018

Der Kater kam empört schreiend wieder herein: Sturm und sehr starker Regen.
Der Wind verteilte Äste von den Bäumen über den Garten.
Dann widerwillig zum Blumengießen in die Ex-Schule, etwas weniger widerwillig nach Gröbenzell zum Büchersortieren. Schöne Gespräche mit Frau M. über die gemeinsamen 10 Jahre Arbeit. Zwei Stunden dort, dann heim zum Nachmittagskaffee mit Frau Hauptschulblues. Einen der letzten Lebkuchen (Hauptschulblues findet, es sind die besten, von der Nürnberger Lebkuchenbäckerei Düll) verzehrt.
Ofen befeuert, gelesen, schnell und kurz in das Internet geschaut.
Abendessen? Fischstäbchen mit Romanasalat und einem Gläschen Cirò (siehe gestern).
Dann angefangen, Robert Menasse "Die Hauptstadt" zu lesen, auf Anregung von Frau Kaltmamsell. Gespannt.

3. Januar 2018

Dienstag, 02.01.2018




Spät aufgestanden, von Föhnkopfschmerzen geplagt.
Am späten Vormittag nach Gröbenzell gefahren, Bücher für den nächsten Flohmarkt am 17. und 18. Februar sortieren.
Dieser Bücherflohmarkt ist eine Schau und absolut lohnenswert. Taschenbücher gibt es für 0,50 €, Hardcover für 1.- bis 2.- €.
Hauptschulblues gehört nicht zu den Ehrenamtlichen, die den Flohmarkt jedes Jahr auf die Beine stellen; eine Ex-Kollegin bat ihn, ob er nicht ein wenig helfen könne. Er sortiert Geschichte bis 1945, entfernt Bücher von rechtsradikalen Verlagen. Unglaublich, wieviel es davon gibt.
Der Renner waren gestern die gesammelten Aufzeichnungen der Nürnberger Prozesse, über 20 Bände, alle Dokumente und Reden akribisch festgehalten, und das für 6.- €, allerdings muss man/frau alle Bände abnehmen.
Aussortierte Naziliteratur bekommt ein Lehrer für seinen Grund- und Leistungskurs Geschichte, damit Schüler auch Originalquellen studieren können, die härteren Sachen das Institut für Zeitgeschichte.
Dann am späteren Nachmittag mit Frau Hauptschulblues zur Freundin E. zum Kaffeetrinken, Plätzchenvertilgen und Katzenbespaßen gefahren. Die Freundin musste ganz viele Schulgeschichten loswerden, die sie plagen und umtreiben. Lösungen sind kaum in Sicht.
Zum Abendessen gab es dann gedünstetes Gemüse aus der Ökokiste, in Blätterteig,
dazu ein Glas Rosato Cirò von Librandi aus Kalabrien.
Librandi Cirò Rosato DOC 2016 – Bild 1

2. Januar 2018

Montag, 01.01.2018


In Ermangelung eines Sudokus Alexander Kluge gelesen. Dem Kater war es egal - Hauptsache es sitzt jemand neben ihm, den er ab und zu anschnurren kann.

http://www.suhrkamp.de/cover/200/22501.jpgEben noch ganz jung, weil 2017 erschienen, wirkt das Buch durch das neue Datum gleich ein Stück älter.
Die Sonne animierte zum gemütlichen Radfahren. Hauptschulblues kehrte aber bald wieder um, weil ihn der herumliegende Silvestermüll enorm störte. Als ob man den Abfall nicht wieder mit ins Haus/die Wohnung nehmen könnte. Dann auf dem Rückweg wahrgenommen, dass beim etwas entfernt gelegenen sozialen Brennpunkt eine Wertstoffinsel abgefackelt worden war. Die beiden Plastikcontainer waren zerschmolzen.
Anruf von Herrn M., Vater von Z., und ein kleiner Plausch mit gegenseitigen Wünschen.
Wie jedes Jahr das Neujahrskonzert gehört, auf allen Radios, die im Haus herumstehen.
Für den Nachmittag war dann Z. selbst zum Arbeiten angekündigt. Wie immer erst Teetrinken und der Austausch von Neuigkeiten, dann bis 17.00 Uhr intensiv eine zu benotende Hausaufgabe erledigt.
Ein Foto der Cousins gesehen, die von Silvesterraketen angeschossen wurden: Großes Loch in der Jacke und Ärmel des Kapuzenshirts weg.
Dann zum Abendessen Gemüsesuppe mit ausgekochten Markknochen als Grundlage. Welch ein herrlicher Geschmacksträger Fett sein kann.
Bis spät in die Nacht Musikvideos seiner Lieblingsgruppen und -sängerInnen geguckt.

1. Januar 2018

Sonntag, 31.12.2017

Lange geschlafen, von der Sonne geweckt. Das Sudoku aus dem Observer zu Ende gelöst.
Kater gefüttert mit seiner Lieblingsspeise, dann in der Sonne den Hof gekehrt. Den Nachbarhund in den Garten eingeladen, eines seiner Highlights. Er durchschnüffelt wie ein Trüffelschwein den letzten Winkel nach Freßbarem. Obwohl sie sich gut kennen, berochen/beschnüffelten sich Kater und Hund lange Nase an Nase, bevor der Kater sich indigniert abwandte. Zum Abschied gab es dann eine Scheibe Knäckebrot für den Hund - erst dann mag er wieder heim.
Gegen Mittag die Bayerische Creme gerührt und zur Nachbarin gebracht. Nachmittags zur Bank geradelt und Kontoauszüge für die Finanzfrau im Hause geholt, dann weiter in den Obstgarten und auf Einladung des Gartennachbarn eine Flasche Silvesterbier mit ihm getrunken, in den letzten Sonnenstrahlen.
Am Abend etwas aufgehübscht und mit Frau Hauptschulblues und einem anderen Nachbarspaar zur Einladung gegangen, 40 Meter weiter. Dort wartete ein sehr feines Raclette mit u.a. Tofu, Schafskäse, verschiedenen Fleich- und Meeresfrüchtesorten, viel Obst und Kartöffelchen.
Dann zwei Runden Tripple Domino gespielt, wobei die Kommentare der SpielerInnen sehr lustig waren.
Zwischendurch zweimal nach Hause gegangen und den panisch verängstigten Kater getröstet. Um Mitternacht auf der Straße (eine 50 m lange Sackgasse mit 8 Hausnummern) die restlichen Nachbarn getroffen, so sie zu Hause waren und Glückwünsche ausgetauscht.