11. September 2017

Schulentwicklung und die an ihr Beteiligten

Es gibt verschiedene Ebenen der Schulentwicklung: Hier geht es um die Mikroebene der Einzelschule und nicht um die Steuerung durch Schulträger oder Bildungsbürokratie. Die können aber auf jeden Fall mit einbezogen werden.
Meist geht der Impuls zur Entwicklung von Schule von der Schulleitung oder von einer schon existierenden Steuergruppe aus, wobei diese oft erst das Resultat einer Schulentwicklung ist.
Für Schulentwicklung muss es immer einen oder mehrere Gründe geben, z. B. allgemeine Disziplinprobleme, niedrige Bestehensquoten von Prüfungen, gesellschaftliche Veränderungen, hoher Migrationsanteil, Ruf der Schule usw. Schulentwicklung muss immer an den bestehenden Begebenheiten der Schule anknüpfen.
Schulentwicklung ist nur sinnvoll, wenn (fast) das ganze Kollegium dafür und daran beteiligt ist. Es wird immer KollegInnen geben, die sich ausklinken wollen. Hier macht es Sinn, ihnen die Rolle der kritischen Begleiter zuzuweisen: Bremser sind besser zu integrieren als Blockierer. Wichtig ist auf jeden Fall ein Lehrerratsbeschluss.
Dann muss jede Lehrkraft ihre eigene Arbeit und in der Zusammenschau jedes Kollegium die gesamtschulische Situation beschreiben: Was haben wir? Was hätten wir gerne? Was funktioniert gut? Was nicht? Eine kleine Evaluation des Bestehenden.
Kooperativer Führungsstil der Schulleitung und Transparenz von Entscheidungen sind dem Schulentwicklungsprozess dienlich, ebenso wie gegenseitige Wertschätzung, Zusammenarbeit, offene Kommunikation, hohe Leistungserwartungen und Engagement des Kollegiums.
Es ist wichtig, professionelle und erfahrene Schulentwickler in die Schule zu holen. Man findet sie beispielsweise an den Universitäten oder in Bildungsreferaten großer Kommunen. Auch die beiden großen Stiftungen der zwei bundesdeutschen Schulpreise mögen eine Hilfe sein. Schulentwicklung kostet Geld, aber das läßt sich oft finden und Geldmangel darf kein Hinderungsgrund für Entwicklung sein.
Das Kollegium ist Hauptbeteiligter am Prozeß. Daneben gibt es aber wichtige Akteure in der Schule, die nicht vergessen werden dürfen. Soll Schulentwicklung gelingen und das Resultat umgesetzt werden, dürfen auf keinen Fall Schüler, Eltern, Ehrenamtliche und Kooperationspartner fehlen. Gut wäre es auch, die Aufsichtsbehörde säße mit am Tisch, da Schulentwicklung ja eine ihrer hehren Aufgaben ist.
(to be continued... sometime: Es wird eine längere Sache)

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