24. April 2018

Montag, 23.04.2018

Heute wurden in der Gartenanlage die Wege gerichtet: Schlaglöcher mit Reparaturkies aufgefüllt. H. und sein Partner C. verfüllten auf ihrem Abschnitt ca. 3 Tonnen Kies: Am nächsten Tag kein Muskelkater oder Kreuzweh. Von etwa 60 Gartlern halfen gerade mal 4.
Dabei aber wieder Menschen aus der Anlage kennen gelernt.
Auf Regen gehofft. Die Atmosphäre ist unangenehm, trocken, staubig, pollig. War aber bis auf kalten Wind wieder nichts.
Die vier Helfer und Frau H. später in einer Unterhaltung bei Bier: Schnell glitten zwei Herren ins Schlüpfrige ab. Lag das am Bier oder ist das bei älteren Männern normal? H. befindet sich viel zu selten in reinen Männergesellschaften. Frau und Herrn H. kam das wie eine Vorstufe von MeToo vor. H. wird das einzeln ansprechen, deswegen hielt er sich in der Runde bedeckt, die sich bald auflöste.
Temperatursturz und bei der Heimfahrt mit dem Rad gefroren, obwohl es nur zwei Kilometer waren.
Dann gab es schon wieder Eiersalat (mit Bier, Frau H. bestand darauf).




23. April 2018

Sonntag, 22.04.2018

In der Morgensonne in den Obstgarten geradelt und Vergißmeinnicht und weiße Traubenhyazinthen, ein verblühtes Geburtstagsgeschenk, eingepflanzt.
Vom Kater zu Hause erwartet und das Zeitmagazin gelesen. Über Hofläden. Und gleich geärgert. 100 Spitzenköche wurden nach ihren Lieblingshofläden befragt. Statt dass man die LeserInnen befragt hätte. Um München herum gibt es hervorragende Hofläden, die kommen aber nicht vor, weil kein Spitzenkoch hier einkauft.
An erster Stelle ist hier der Laden des Obergrashofs zu nennen, reine Demeterqualität. Oder der von Hannes Rutz und Sigi Klein. Oder den Eibel in Puchheim.
Jedenfalls ist das Heft (wieder mal) ein ärgerliches.
Einen Maikäfer gerettet. Er lag in der Igeltränke, rappelte sich aber wieder auf, spie Wasser und kletterte dann einen Ast hinauf.
Mit Frau H. Kaffee getrunken, Mittagsschläfchen gehalten. Am Abend in das Obstgärtchen zum Nachbarn B. und mit ihm geklönt (er ist purer Norddeutscher).
Das Schöllkraut ist jetzt richtig da, der Beinwell auch. Und bis Einbruch der Dunkelheit ein Hummelgebrummel.




Abends gab es dann Ragù alla Bolgnese. Prosecco passte gut dazu.

22. April 2018

Samstag, 21.04.2018

Das heutige Sudoku war schwer, der Kater hätte es schneller gelöst. Zumindest schaute er verständnislos zu.
Das ist der Blick aus dem Küchenfenster früh morgens: Die Tulpen sind bald verblüht, es kommen die tränenden Herzen und dann das Schöllkraut, das schon überhand nimmt. Die beiden letzteren sind ausgesprochenes Bienen- und Hummelfutter.
Mittags in den kleinen Obstgarten gefahren, gedöst, gegossen und Kaffee getrunken. Mit Nachbarin D. gesprochen, die als Pächterin ihres Gärtleins von zwei Damen, gewählte Verwaltungsbeirätinnen, unter Druck gesetzt wird, wie so viele Gartenbesitzer bzw. -pächter. Die beiden Damen wollen alle Bäume weg haben. Da die Gartenanlage nicht der Baumschutzordnung der Landeshauptstadt unterliegt, haben sie, zumindest jetzt noch, leichtes Spiel. Es formiert sich langsam eine Opposition. Aber allen wäre es lieber, sie könnten in Frieden ihre Gärtchen genießen.
Der Ontario blüht, Göttin sei es gelobt, bei diesen Temperaturen. Voriges Jahr schneite es plötzlich in die Obstblüte hinein.
Und der Zeppelin fliegt ununterbrochen über die  Gärten hinweg. Lange kann so ein Flug über München nicht dauern, es sei denn, es fliegen zwei oder drei. Es steht auch nicht mehr "Süddeutsche Zeitung" drauf wie in den vergangenen Jahren, sondern "Zeppelin". Abendessen: Bunter Kartoffelsalat mit Würstchen vom Duroc-Schwein.

21. April 2018

Freitag, 20.04.2018

Wie viele Kirschen das gibt? 5 oder 12?
Wilde wilde Tulpen
Rasenmäher brummen schon wieder in allen Gärten und mähen Bienenfutter ab: Beinwell, diverse Anemonen. H. liebt seine Wildtülpchen, die so klein sind.






Gegen Mittag kam wieder wunderbares Fleisch per Post: Tiefgekühlt bis gefroren. Tja, aus Schleswig-Holstein. Aberdamit die ökologische Schuhgröße möglichst klein bleibt, fährt H. fast alles mit dem Rad. Fünfeinhalbtausend Kilometer in zwei Jahren, das ist doch was. Ohne Fahrradtouren.

Mathias Lilienthal wird die Kammerspiele verlassen. H. bedauert das. Er hat ihn schon als Intendant des Theater der Welt in Mannheim erlebt. Die Münchner Kammerspiele hat er neben dem Theaterspielen geöffnet: für linke Parteinahme, für Stellungnahmen zur aktuellen Politik, für wunderbare Konzerte.
Klar, dass die CSU einer Verlängerung nicht zustimmt und das mit sinkenden Besucherzahlen begründet.
20. April, ein denkwürdiges Datum mit Nazikonzerten und -versammlungen. Und einem Großvater.


Abendessen: Panierter Rotbarsch mit Spargel und Bozener Soße. Das Rezept kann natürlich variiert werden.


20. April 2018

Donnerstag, 19.04.2018

Sehr früh aufgestanden, Frau H. zum Augenarzt gebracht.
Dann ein wenig geruht.
Das Scharbockskraut blüht im Garten. Der Name leitet sich von "Skorbut" ab. Die Pflanze ist sehr voller Vitamin C und half gegen eben diesen.
Dann den letzten Topinambur des vorigen Jahres aus der Miete geholt und mit Nachbarin K. geteilt. Aus dem Hochbeet schauen schon vereinzelt die Spitzen der neuen Ernte hervor.

Polt bzw. seine Beauftragten schicken immer wieder ein Video. Manchmal lustig, manchmal unverständlich. Eben Polt.

https://polt.de/polt-engl-bildung-und-oldie-im-zithermodus

Zum Abendessen Fleischpflanzl mit Möhren und Erbsen.

Danach zwei Stunden gebügelt mit Musik von The Who und Kaleidoscope. The Who vom Festival auf der Isle Of Wight 1970, um 3 Uhr morgens in Hochform, und eine Zusammenstellung von Kaleidoscope, einer britischen Psychedelicband aus den 60ern, durchaus den Beatles oder Pink Floyd gewachsen. Aber wie es so ist ... Da fehlt halt was.